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Veröffentlicht: Mittwoch, 23. April 2014

Offener Brief des Fraktionsvorsitzenden

 

Link zur RP Arnsberg zum Thema Fracking

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

die neu entfachte Debatte zum Thema Fracking kommt für einige Interessenten wie gerufen. Lange Zeit standen die Energiekonzerne mit ihren Wünschen ohne ausreichende Unterstützung da. Die aktuelle Krim-Krise führt nun offenbar bei einigen Landes- und Bundespolitikern zum Umdenken.

 

Die FDP-Fraktion in Borken bleibt auf ihrem Kurs! Fracking in Borken? Nicht mit der FDP!

 

Wir Borkener, die wir in der Nähe, zum Teil in unmittelbarer Nähe möglicher Bohrfläche wohnen, sind aus verschiedenen, individuellen Gründen persönlich von dem Vorhaben betroffen:

  • Sei es weil jemand einen eigenen Hauswasserbrunnen im Nahbereich des Aufsuchfeldes, der Bohrfläche hat, 
  • sei es weil ein anderer Ängste um den Weiterbestand seines landwirtschaftlichen Betriebes hat,
  • für einen Anderen ist der beabsichtigte  Eingriff  in unsere westfälische Parklandschaft nicht hinnehmbar.

Das Thema „Erdgasbohrung“ ist für uns alle neu und somit ist es nachvollziehbar, dass die Unsicherheit in der Bevölkerung sehr groß ist.

  • Unsicherheit, weil geäußerte Bedenken – Ängste – offensichtlich nicht ernst genommen werden.
  • Unsicherheit, weil fehlende Informationen eine sachgerechte Stellungnahme unmöglich machen,
  • Unsicherheit auch deshalb, weil viele Fragen immer noch unbeantwortet bzw. unzureichend beantwortet sind,

Informieren die Energiekonzerne ( z.B.Exxon Mobil) die Bevölkerung, dann nach der Salamitaktik,  Informationen kommen nur scheibchenweise.

 

Bürgerbeteiligung, besser Bürgermitnahme und Transparents  -    stelle ich mir anders vor!

 

Die Energiekonzerne und auch die Politik sollen nicht, sie müssen für besorgte und interessierte   Bürgerinnen und Bürger bereitstehen, um auch kritische Fragen kompetent zu beantworten.

Fracking darf nicht dazu führen, dass die Gesundheit der Borkener Bevölkerung in irgendeiner Weise gefährdet oder beeinträchtigt wird bzw. beeinträchtigt werden kann.

Der Schutz unseres Grundwassers genießt höchste Priorität.

Die Folgen von Technikgläubigkeit erleben wir immer wieder, aktuell in Japan.

 

Das Rechtsgut der Gesundheit überwiegt eindeutig die wirtschaftlichern Interessen der jeweiligen Förderfirmen.

Gesundheit geht vor Profit!

 

Neben den möglichen Gefahren für unsere Gesundheit geht es jedoch auch um einen noch nicht absehbaren Flächenverbrauch und damit die Zerstörung unserer westfälischen Parklandschaft.

Unsere westfälische Parklandschaft darf nicht zerstört werden, sie muss erhalten bleiben.

 

Die FDP begrüßt in diesem Zusammenhang mit dem Thema Fracking ausdrücklich die Aktivitäten der Bürgerinitiative IG, wir erleben hier vorbildliches Bürgerengagement. 

Wir wünschen der IG weiterhin viel Erfolg!

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Günther Dirks

 

Fraktionsvorsitzender