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Veröffentlicht: Freitag, 11. April 2014

Unsere Meinung seit 2006

Borken, 19. September 2006


Antrag

  *„Schule ohne Grenzen schon 2007“ einführen*


  *Borken soll Optionskommune werden*


  Sehr geehrter Herr Lührmann,


  die FPD-Ratsfraktion Borken beantragt die Prüfung, ob die Aufhebung
  der Schulbezirksgrenzen der Stadt Borken für den Schuljahresbeginn
  2007/ 2008 zu realisieren sind.


  Borken würde damit Optionskommune im Rahmen der Entbürokratisierung im
  neuen Schulgesetz des Landes.


  Gemäß der aktuellen Landtagsbeschlüsse werden Schulbezirke bzw.
  Schuleinzugsbereiche mit Ausnahme der bezirksübergreifenden
  Fachklassen an Berufsschulen und Förderschulen ohnehin nach einer
  Übergangszeit bis zum Jahr 2008 landesweit verbindlich abgeschafft.

 

Kommunen haben die Option, die Schulbezirke bereits ein Jahr früher
aufzulösen. Von diesen Vorteilen soll Borken schnellstmöglich auch
profitieren.
 
 

Begründung:

Die FDP-Fraktion Borken setzt sich dafür ein, dass Schüler unter
erheblich verbesserten Bedingungen gefördert und gefordert werden. In
einer Schullandschaft der Vielfalt und Profilbildung sollen sie das für
sie individuelle passende Angebot endlich wahrnehmen dürfen. Eltern
sollen die Möglichkeit erhalten, den geeigneten Schulstandort für ihr
Kind frei wählen zu können. Sie treffen die beste Entscheidung für ihr
Kind.

Gerade die bisherigen Schulbezirksgrenzen haben dafür gesorgt, dass sich
einige Grundschulen vor allem in sozialen Brennpunkten aufgrund der
Zusammensetzung ihrer Schülerschaft zu  „Problemschulen“ entwickelt
haben. Schulbezirksgrenzen sorgen dafür, dass Kinder aus bildungsfernen
Elternhäusern im „Brennpunkt eingesperrt bleiben“.

Durch eine Aufhebung der Schulbezirksgrenzen wird für eine stärkere
soziale Mischung der Schülerströme gesorgt.

Denn entscheidend für die Schulwahl ist nicht mehr die soziale Herkunft,
sondern das inhaltliche Profil und konkrete Angebot des jeweiligen
Schulstandortes

(Nachmittagsangebote, Schulpatenschaften pp).

Auch Gymnasien und Realschulstandorte als weiterführende Schulen können
seit Jahrzehnten frei gewählt werden, ohne dass dies zu chaotischen
Beschulungszuständen führt.  Durch die freie

Entscheidung der Eltern erhält der kommunale Schulträger die notwendigen
Informationen, die er für die zukünftige sachgerechte Steuerung der
Schulentwicklungsplanung braucht. 

Mit freundlichem Gruß

Günther Dirks

FDP-Fraktionsvorsitzender